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Wenn Sie sexualisierte Gewalt erlebt haben, ist schnelle und fachkundige Unterstützung wichtig. Unser Angebot ermöglicht Ihnen, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen und mögliche Spuren vertraulich sichern zu lassen, ohne zuvor Anzeige erstatten zu müssen. So erhalten Sie mehr Zeit und Kontrolle über Ihre nächsten Schritte. Die Versorgung erfolgt vertraulich, kostenfrei, in geschützter Umgebung und durch geschulte Fachkräfte in unseren Partnerkliniken.
Jede Anzeige zählt. Trotz möglicher Bedenken möchten wir Sie ermutigen, in jedem Fall über eine polizeiliche Anzeige nachzudenken. Erst dadurch wird eine Strafverfolgung möglich und diese kann dazu beitragen, weitere Taten zu verhindern. Sie sind jedoch nicht verpflichtet, zur Polizei zu gehen.
Wenn Sie eine Anzeige erstatten möchten, wenden Sie sich bitte direkt an die Polizei (Telefon 110). Die Polizei leitet alle erforderlichen Schritte ein und unterstützt Sie in dieser Situation.
Wenn Sie unentschlossen sind, ob Sie eine polizeiliche Anzeige erstatten möchten, wenden Sie sich möglichst zeitnah an eine der angegebenen Partnerkliniken. Dort werden neben der medizinischen Untersuchung und Behandlung auf Wunsch auch mögliche Spuren vertraulich und gerichtsverwertbar gesichert. Manche Spuren lassen sich nur innerhalb eines kurzen Zeitfensters sichern und später nicht mehr nachweisen. Bitte kommen Sie daher möglichst ungewaschen in die Klinik und bringen Sie (wenn möglich) die zum Tatgeschehen getragenen Kleidungsstücke mit.
Das Spurenmaterial wird 10 Jahre lang pseudonymisiert aufbewahrt. Eine Anzeige erfolgt nicht ohne Ihr Einverständnis, da die ärztliche Schweigepflicht gilt. Erst wenn Sie sich aktiv für die Erstattung einer Anzeige entscheiden, wird das Spurenmaterial an die Polizei übergeben.
Auch wenn Sie keine Spurensicherung wünschen, lassen Sie sich bitte möglichst bald ärztlich untersuchen. Eine solche Erfahrung kann körperliche und seelische Folgen haben. Eine medizinische Abklärung hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Manche Spuren sind nur innerhalb eines kurzen Zeitfensters nachweisbar und gehen danach verloren. Bitte kommen Sie daher möglichst zeitnah und ungewaschen in die Klinik und bringen Sie Kleidung vom Tatgeschehen und weitere mögliche Beweismittel (z. B. Bettwäsche) mit. Bitte feuchte Materialien in Papiertüten, nicht in Plastiktüten, aufbewahren und transportieren.
Eine umfassende körperliche Untersuchung erfolgt mit schriftlicher und fotografischer Dokumentation aller Befunde. Verletzungen werden professionell versorgt. Bei Bedarf werden weitere diagnostische Untersuchungen eingeleitet.
Die Entscheidung über eine Anzeige liegt vollständig bei Ihnen. Aufgrund der ärztlichen Schweigepflicht erfolgt keine Meldung ohne Ihre Zustimmung. Erst bei Ihrer bewussten Entscheidung zur Anzeige übergeben wir die gesicherten Beweise an die Polizei. Wir respektieren Ihren Weg und unterstützen Sie dabei.
Zeit ist für die Befundsicherung entscheidend. Wir empfehlen Ihnen, so bald wie möglich die Notaufnahme einer unserer Partnerkliniken aufzusuchen. Derzeit können Sie sich an 13 Kliniken in Brandenburg wenden, um vertraulich Spuren sichern zu lassen.
Nach einer Erfahrung mit sexualisierter Gewalt steht oft zuerst die medizinische Versorgung im Vordergrund. Doch auch die seelischen Folgen brauchen Raum und Aufmerksamkeit. Eine psychosoziale Nachsorge kann dabei unterstützen, das Erlebte zu verarbeiten und neue Kraft zu gewinnen. Verschiedene Beratungs- und Unterstützungs- angebote helfen, Schritt für Schritt wieder Sicherheit und Stabilität zurückzugewinnen.
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Notrufnummern Untersuchungsstellen
Alexianer St. Josefs-Krankenhaus Potsdam
Asklepios Klinikum Uckermark (Schwedt/Oder)
GLG Werner Forßmann Klinikum Eberswalde
Helios Klinikum Bad Saarow
Immanuel Klinik Rüdersdorf
Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam
Klinikum Frankfurt (Oder)
Elbmed Prignitz, Standort Perleberg
Medizinische Universität Lausitz, Cottbus
Oberhavel Kliniken, Oranienburg
Sana Kliniken Lausitz, Lauchhammer
UK Brandenburg an der Havel
UK Ruppin-Brandenburg, Neuruppin
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Notruf & Polizei
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2026 | Land Brandenburg
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