Häufige Fragen (FAQ)

Illustration einer Person zwischen Ausrufezeichen und Fragezeichen als Symbol für dringende Fragen und wichtige Informationen.

Informationen rund um unser Angebot

In diesem Bereich finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu unserem Angebot. Wir möchten es Ihnen so einfach wie möglich machen, die passenden Informationen zu finden und unser Leistungsangebot besser zu verstehen. Sollte dennoch eine Frage offen bleiben, steht Ihnen unser Team gerne über das Kontaktformular zur Verfügung.

Das Angebot der vertraulichen Spurensicherung richtet sich an Betroffene sexualisierter Gewalt, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Konfession, sexueller Orientierung. Es gibt derzeit 13 Partnerkliniken in Brandenburg, die eine medizinische Soforthilfe und vetrauliche Spurensicherung anbieten. Diese Untersuchungsstellen sind hierfür speziell geschult.

Nein, das Angebot ist unabhängig von einer Anzeige. Es gibt Ihnen Zeit, sich in Ruhe zu entscheiden. Eine Spurensicherung direkt nach dem Tatgeschehen kann aber die Erfolgsaussichten eines späteren Ermittlungsverfahrens verbessern.

Nein, die Spurensicherung erfolgt unabhängig von der Polizei und vertraulich, jedoch nicht anonym. Im Krankenhaus müssen die Versichertendaten erfasst werden, damit das gesicherte Material eindeutig der betroffenen Person zugeordnet werden kann. Das ist wichtig, falls sich Betroffene später für eine Anzeige entscheiden. Die personenbezogenen Daten werden jedoch pseudonymisiert und das medizinische Personal unterliegt selbstverständlich der Schweigepflicht.

Gehen Sie direkt in die Notaufnahme einer teilnehmenden Klinik – das ist rund um die Uhr möglich. Dort erfolgt ein kurzes Beratungsgespräch, ggf. eine medizinische Versorgung und die vertrauliche Spurensicherung mit einem standardisierten Untersuchungsset. Kliniken vermitteln auf Wunsch auch den Kontakt zu Nachsorgeangeboten wie das der Opferhilfe Land Brandenburg e.V.

 

Bitte waschen Sie sich vorab nach Möglichkeit nicht und bringen Sie – falls machbar – potenzielle Spurenträger wie Bettwäsche oder Kleidung ins Krankenhaus mit. Lagern Sie feuchte Gegenstände lieber in Papiertüten oder Stoffbeuteln statt in Plastik, damit sie trocknen und mögliche Spuren erhalten bleiben.

 

In Brandenburg beteiligen sich mehrere Kliniken an der vertraulichen Spurensicherung (aktuell 13 Standorte). Eine vollständige Übersicht finden Sie hier.

Je früher, desto besser – idealerweise innerhalb von 72 Stunden nach dem Tatgeschehen, da mögliche Spuren sonst schwieriger nachweisbar sind. Aber auch später kann eine Sicherung sinnvoll sein. Bitte verzichten Sie möglichst darauf, sich vor der Untersuchung zu waschen.

Zuerst wird ein Gespräch geführt, unter anderem zum Ablauf der vertraulichen Spurensicherung. Dann erfolgt eine ärztliche Untersuchung (z. B. in Bezug auf Verletzungen, Abstrichabnahmen) und danach eine gynäkologische bzw. urologische Untersuchung, ähnlich wie im Rahmen einer Vorsorgemaßnahme. Das Vorgehen ist standardisiert und gerichtsverwertbar.

Wichtig: Es werden keine Untersuchungsschritte gegen Ihren Willen unternommen. 

Nein, für die Spurensicherung oder ärztliche Beratung entstehen Ihnen keine Kosten. Eventuell können jedoch Aufwendungen für individuelle, weiterführende Behandlungen (z. B. spezielle Medikamente oder privatärztliche Zusatzleistungen) anfallen. 

Ja, Kliniken vermitteln auf Wunsch Kontaktdaten zu Beratungsstellen, zum Beispiel zur Opferhilfe Land Brandenburg e.V. mit mehreren Standorten in Brandenburg. Weitere Hilfeangebote in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Für weiterführende oder regionale Informationen können Sie sich an folgende bundesweite Hilfetelefone wenden:

  • Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ (Tel. 116 016) – anonym, kostenfrei und rund um die Uhr erreichbar. Auf Wunsch stellt das Hilfetelefon den Kontakt zu geeigneten Beratungsstellen und Hilfsangeboten in Ihrer Region her.
  • Hilfetelefon „Gewalt an Männern“ (Tel. 0800 123 99 00) – vertrauliche und kostenfreie Beratung. Je nach Bedarf erhalten Betroffene Hinweise auf passende Unterstützungsangebote vor Ort sowie weiterführende Anlaufstellen.

Auf Wunsch vermitteln die Beratenden direkte Kontakte zu Fachkräften für psychologische Unterstützung oder zu sozialen Diensten und nennen regionale Einrichtungen, die zu Ihrer Situation passen, z. B. medizinische Nachsorge, Therapie oder Präventionsangebote.

Notrufnummern Untersuchungsstellen

Alexianer St. Josefs-Krankenhaus Potsdam

Asklepios Klinikum Uckermark (Schwedt/Oder)

GLG Werner Forßmann Klinikum Eberswalde

Helios Klinikum Bad Saarow

Immanuel Klinik Rüdersdorf

Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam

Klinikum Frankfurt (Oder)

Elbmed Prignitz, Standort Perleberg

Medizinische Universität Lausitz, Cottbus

Oberhavel Kliniken, Oranienburg

Sana Kliniken Lausitz, Lauchhammer

UK Brandenburg an der Havel

UK Ruppin-Brandenburg, Neuruppin

Notrufnummern Beratung

Notruf & Polizei

Hilfetelefon für Frauen

Hilfetelefon für Männer

Hilfetelefon für Schwangere

Notausgang & Verwischen von digitalen Spuren

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