Leichte Sprache

Illustration eines Prüfzeichens vom Netzwerk für Leichte Sprache

Hier können Sie ein kurzes Video in Leichter Sprache ansehen.
Im Video erklären wir:
• Was unser Angebot ist.
• Was Sie tun können.

Unten finden Sie weitere Informationen in Leichter Sprache.
Hier erklären wir unser Angebot ganz genau.
Sie lesen dort auch,
wo Sie Hilfe bekommen können.

Sexualisierte Gewalt

Wenn 2 Menschen sich mögen,
ist Sex eine schöne Sache.
Aber nur, wenn es auch beide wirklich wollen.

Illustration eines einvernehmlichen intimen Moments zwischen zwei Personen als Abgrenzung zu sexualisierter Gewalt.

Sex·u·a·li·siert heißt:
alles, was mit Sex zu tun hat.
Sexualisierte Gewalt ist,
wenn eine Person etwas nicht möchte.
Das kann zum Beispiel sein:

  • an die Brust greifen,
  • an den Penis fassen,
  • jemanden mit Gewalt küssen oder
  • eine Vergewaltigung.
Illustration einer körperlichen Grenzverletzung zwischen zwei Personen als Symbol für sexualisierte Gewalt.

Sexualisierte Gewalt fühlt sich schrecklich an.
Wer das erlebt, will oft nicht zur Polizei gehen.
Der Schock und die Angst sind groß.
Viele Menschen schämen sich auch.
Obwohl sie gar nichts dafür·können.

Illustration einer Person, die ihr Gesicht in den Händen verbirgt, als Symbol für Scham und seelische Belastung nach sexualisierter Gewalt.

Vergewaltigung

Bei einer Vergewaltigung steckt jemand
etwas in den Körper von einer anderen Person hinein.
Gegen den Willen dieser Person.

Zum Beispiel:

  • den Penis,
  • einen Finger oder
  • einen Gegenstand.
Illustration einer gewaltsamen Situation zwischen zwei Personen als Symbol für sexualisierte Gewalt.

Das Hinein·stecken kann in die Scheide sein.
Oder in den Po.
Oder in den Mund.

Sexualisierte Gewalt kann jedem passieren.
Frauen und Männern.
Und auch Menschen,
die sich nicht klar als Frau oder Mann fühlen.

Illustration einer Person in der Badewanne mit einer unterstützenden Person als Hinweis, vor der Spurensicherung nicht zu baden oder zu duschen.

Nach einem sexuellen Übergriff

gibt es 3 Möglich·keiten.

1. Sofort zur Polizei gehen

Vielleicht sind Sie unsicher, was Sie tun sollen.
Wir bitten Sie: Gehen Sie zur Polizei!
Machen Sie dort eine Anzeige gegen den Täter oder die Täterin.
Sie können eine Freundin oder einen Freund mitnehmen.
Oder jemanden aus Ihrer Familie oder Ihre Betreuungs·person.

Sie können bei der Polizei auch anrufen.
Die Telefon·nummer vom Polizei·notruf ist 110.
Frauen können nach einer Polizistin fragen.

Illustration einer nachdenklichen Person mit Fragezeichen als Symbol für Unsicherheit und offene Fragen nach sexualisierter Gewalt.

Die Polizei sagt Ihnen auch,
welches Kranken·haus die Spuren sichert.
Eine Spur ist zum Beispiel:

  • ein Finger·abdruck,
  • Spucke,
  • Sperma oder Blut.

Mit einer Spur kann die Polizei den Täter oder die Täterin leichter finden.

Illustration einer Laboruntersuchung am Mikroskop als Symbol für die Auswertung von Spuren nach sexualisierter Gewalt.

Wichtig:

Bitte waschen Sie sich nicht,
bevor Sie ins Kranken·haus gehen.
Wichtige Spuren können durch das Waschen weg sein.

Symbol mit durchgestrichenem Waschbecken als Hinweis, sich vor der Spurensicherung nicht zu waschen.

2. In ein Kranken·haus gehen und Spuren sichern lassen

Wenn Ihnen sexualisierte Gewalt passiert,
gehen Sie bitte gleich in ein Kranken·haus.

Illustration eines Krankenhauses mit Rettungswagen als Symbol für medizinische Hilfe und Notaufnahme nach sexualisierter Gewalt.

Im Kranken·haus untersucht Sie ein Arzt vertraulich.
Oder eine Ärztin.
Vertraulich heißt: ohne die Polizei.
Alle Verletzungen werden aufgeschrieben und fotografiert.
Und natürlich auch behandelt.
Falls nötig, gibt es noch weitere Untersuchungen.
Im Kranken·haus darf Sie eine vertraute Person begleiten.

Illustration eines Oberkörpers mit sichtbaren Blutergüssen als Symbol für körperliche Verletzungen nach sexualisierter Gewalt.

Manchmal gibt es eine Verletzung,
die Sie erst später bemerken.
Der Arzt oder die Ärztin spricht mit Ihnen:

  • über das Risiko von ansteckenden Krank·heiten
  • und ob Sie vielleicht schwanger sind.
Illustration einer Ärztin vor einer gynäkologischen Untersuchungssituation als Symbol für medizinische Versorgung und vertrauliche Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt.

Manche Menschen können sich nach 
sexualisierter Gewalt an nichts mehr erinnern. 
Dann hat Ihnen vielleicht jemand heimlich 
K.-o.-Tropfen in ein Getränk gegeben. 
Die K.-o.-Tropfen wirken wie eine Betäubung. 
Das Labor kann die K.-o.-Tropfen im Blut sehen. 
Aber nur, wenn Sie schnell ins Kranken·haus gehen. 
Denn K.-o.-Tropfen bleiben nur wenige Stunden im Blut. 
Danach gibt es dafür keinen Nachweis mehr.

Illustration einer medizinischen Blutabnahme als Symbol für ärztliche Untersuchung und Infektionsprophylaxe nach sexualisierter Gewalt.

Spuren sichern

Spuren sind zum Beispiel:

  • Sperma,
  • Blut oder
  • Haare.

 

Bringen Sie ins Kranken·haus die Kleidung mit, 
die Sie bei der Tat an·hatten. 
Oder andere Dinge wie zum Beispiel Bett·wäsche. 
Verpacken Sie feuchte Dinge in einer Papier·tüte.

Illustration einer Tasche mit Kleidung als Symbol für das Aufbewahren von Beweismitteln nach sexualisierter Gewalt.

Bei der Untersuchung tupft der Arzt oder die Ärztin 
mit einem Watte·tupfer auf die Spur. 
Das kann zum Beispiel Sperma aus der Scheide sein. 
Das nennt man Spuren sichern.

Illustration eines medizinischen Tupfers und Wattepads als Symbol für vertrauliche Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt.

Das Spuren·sichern ist kostenfrei.

Viele Spuren halten sich nur etwa 3 Tage lang. 
Manche Spuren verschwinden auch schneller. 
Deshalb ist es wichtig, 
dass Sie sofort ins Kranken·haus gehen.

Illustration mehrerer Kalenderblätter im Januar als Symbol für zeitliche Fristen und wichtige Termine nach sexualisierter Gewalt.

Die gesicherten Spuren kommen 
für 10 Jahre an einen sicheren Ort. 
So können Sie auch noch später zur Polizei gehen. 
Erst wenn Sie es erlauben, 
bekommt die Polizei die gesicherten Spuren.

Illustration einer Person am Computer mit dem Hinweis „Name Adresse“ und einem Schloss-Symbol als Zeichen für Datenschutz und Vertraulichkeit.

3. In ein Kranken·haus gehen ohne Spuren sichern zu lassen

Gehen Sie auf jeden Fall in ein Kranken·haus:

  • auch wenn Sie keine Verletzungen bemerken.
  • auch wenn Sie keine Spuren sichern wollen.

Im Kranken·haus bekommen Sie eine Untersuchung.
Und eine medizinische Behandlung.
Im Kranken·haus erfahren Sie, wo es eine Beratung gibt.

Illustration eines Beratungsgesprächs in einem Beratungszentrum zwischen einer betroffenen Person im Rollstuhl und einer Fachkraft.

Beratung

Die Beratung nach sexualisierter Gewalt 
macht die Opfer·hilfe Land Brandenburg. 
Hier können Sie erzählen, was Ihnen passiert ist. 
Die Berater und Beraterinnen hören Ihnen zu. 
Sie helfen Ihnen weiter.

Firmenzeichen des brandenburgischen Verein für Opferhilfe

Die Beratung ist geheim und kostenlos. 
Sie sagen Ihren Namen nur, wenn Sie es wollen. 
Die Beratung ist in allen Sprachen möglich. 
Dann kommt ein Über·setzer oder eine Über·setzerin. 
Gebärden·sprache ist auch möglich.

Illustration eines Beratungsgesprächs zwischen einer betroffenen Person und zwei unterstützenden Fachkräften als Symbol für Hilfe nach sexualisierter Gewalt.

Hilfe·telefone

Beratung und Hilfe gibt es auch hier:

Illustration einer nachdenklichen Person mit Fragezeichen als Symbol für Unsicherheit und offene Fragen nach sexualisierter Gewalt.
Beratung und Hilfe Telefon·nummer
Hilfe·telefon Gewalt gegen Frauen
Dort können alle Frauen anrufen,
die Gewalt erlebt haben.
116 016
Hilfe·telefon Gewalt gegen Männer
Dort können alle Männer anrufen,
die Gewalt erlebt haben.
08 00 - 12 39 90 0
Hilfe·telefon für Schwangere in Not
Hier bekommen alle schwangeren Frauen Hilfe.
08 00 - 40 40 02 0
Frauenzentrum Potsdam
Hilfe für Frauen in Potsdam.
03 31 - 97 46 95
Frauenberatung Potsdam
Beratung und Unterstützung für Frauen vor Ort.
03 31 - 90 13 13

Hier finden Sie ein Kranken·haus in Ihrer Nähe:

Kranken·häuser Telefon·nummer
Alexianer St. Josefs-Kranken·haus
Zimmerstraße 6
14471 Potsdam
03 31 - 96 82 11 12
Asklepios Klinikum Uckermark
Am Klinikum 1
16303 Schwedt (Oder)
03 332 - 53 41 90
Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem
Thiemstraße 111
03048 Cottbus
03 55 - 46 24 68
Ernst von Bergmann Klinikum Potsdam
Charlottenstraße 72
14467 Potsdam
03 31 - 24 15 50 51
GLG Werner Forßmann Klinikum Eberswalde
Rudolf-Breitscheid-Straße 100
16225 Eberswalde
033 34 - 69 0
Helios Klinikum Bad Saarow
Pieskower Straße 33
15526 Bad Saarow
03 36 31 - 71 11 1
Immanuel Klinik Rüdersdorf
Seebad 82/83
15562 Rüdersdorf bei Berlin
03 36 38 - 83 35 5
Klinikum Frankfurt (Oder)
Müllroser Chaussee 7
15236 Frankfurt (Oder)
03 35 - 54 82 71 0
03 35 - 54 81 30 1 (nachts)
Elbmed Prignitz
Dobberziner Straße 112
19348 Perleberg
038 76 - 30 30
Oberhavel Kliniken
Adolf-Dechert-Straße 1
16515 Oranienburg
033 01 - 66 30 17
Universitäts·klinikum Brandenburg an der Havel
Hochstraße 29
14770 Brandenburg an der Havel
033 81 - 41 29 00
Universitäts·klinikum Ruppin-Brandenburg
Fehrbelliner Straße 38
16816 Neuruppin
033 91 - 39 45 15
Sana Kliniken Niederlausitz, Lauchhammer
Friedensstraße 18
01979 Lauchhammer
035 73 - 75 37 70

Kontakt zu uns

Sie können uns eine E‑Mail schreiben.
Unsere E‑Mail:
[email protected]

Klicken Sie auf die Adresse.
Dann öffnet sich Ihr E‑Mail-Programm.

Illustration einer Person am Laptop als Symbol für digitale Beratung und Online-Unterstützung nach sexualisierter Gewalt.

Impressum Leichte Sprache

Im Impressum steht,
wer diesen Text gemacht hat.
Ingeborg Naundorf hat den Text
in Leichter Sprache geschrieben.

Illustration einer Hand, die einen Text auf Papier schreibt, als Symbol für verständliche Informationen.

Ihre Internet·seite ist www.gute-leichte-sprache.de
Das Prüf·büro controlletti in Teltow
hat diesen Text geprüft.

Illustration eines Dokuments in Leichter Sprache mit Markierungen zur besseren Verständlichkeit.

Beide sind vom Netz·werk Leichte Sprache e.V.
Deshalb hat der Text das Prüf·siegel bekommen.

Symbol des Netzwerks für Leichte Sprache mit dem Zertifikat für Verständlichkeit

Die Bilder wurden zur Verfügung gestellt von der
Landes·arbeits·gemeinschaft Selbst·hilfe
von Menschen mit Behinderungen und
chronischen Erkrankungen Rheinland-Pfalz e.V.
mit freundlicher Unterstützung der
AOK Rheinland-Pfalz/Saarland

JSCHKA Kommunikations·design
www.jschka.de

Ausnahmen:
Die 3 Bilder in diesem Impressum
© Lebenshilfe für Menschen mit
geistiger Behinderung Bremen e.V.
Illustrator Stefan Albers

2. Bild Seite 7: © Reinhild Kassing

Illustration einer Hand, die mit Stiften auf Papier malt, als Symbol für kindgerechte Unterstützung.

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