Brandenburgisches Landesinstitut für Rechtsmedizin
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Hier können Sie ein kurzes Video in Leichter Sprache ansehen.
Im Video erklären wir:
• Was unser Angebot ist.
• Was Sie tun können.
Unten finden Sie weitere Informationen in Leichter Sprache.
Hier erklären wir unser Angebot ganz genau.
Sie lesen dort auch,
wo Sie Hilfe bekommen können.
Wenn 2 Menschen sich mögen,
ist Sex eine schöne Sache.
Aber nur, wenn es auch beide wirklich wollen.
Sex·u·a·li·siert heißt:
alles, was mit Sex zu tun hat.
Sexualisierte Gewalt ist,
wenn eine Person etwas nicht möchte.
Das kann zum Beispiel sein:
Sexualisierte Gewalt fühlt sich schrecklich an.
Wer das erlebt, will oft nicht zur Polizei gehen.
Der Schock und die Angst sind groß.
Viele Menschen schämen sich auch.
Obwohl sie gar nichts dafür·können.
Bei einer Vergewaltigung steckt jemand
etwas in den Körper von einer anderen Person hinein.
Gegen den Willen dieser Person.
Zum Beispiel:
Das Hinein·stecken kann in die Scheide sein.
Oder in den Po.
Oder in den Mund.
Sexualisierte Gewalt kann jedem passieren.
Frauen und Männern.
Und auch Menschen,
die sich nicht klar als Frau oder Mann fühlen.
gibt es 3 Möglich·keiten.
Vielleicht sind Sie unsicher, was Sie tun sollen.
Wir bitten Sie: Gehen Sie zur Polizei!
Machen Sie dort eine Anzeige gegen den Täter oder die Täterin.
Sie können eine Freundin oder einen Freund mitnehmen.
Oder jemanden aus Ihrer Familie oder Ihre Betreuungs·person.
Sie können bei der Polizei auch anrufen.
Die Telefon·nummer vom Polizei·notruf ist 110.
Frauen können nach einer Polizistin fragen.
Die Polizei sagt Ihnen auch,
welches Kranken·haus die Spuren sichert.
Eine Spur ist zum Beispiel:
Mit einer Spur kann die Polizei den Täter oder die Täterin leichter finden.
Bitte waschen Sie sich nicht,
bevor Sie ins Kranken·haus gehen.
Wichtige Spuren können durch das Waschen weg sein.
Wenn Ihnen sexualisierte Gewalt passiert,
gehen Sie bitte gleich in ein Kranken·haus.
Im Kranken·haus untersucht Sie ein Arzt vertraulich.
Oder eine Ärztin.
Vertraulich heißt: ohne die Polizei.
Alle Verletzungen werden aufgeschrieben und fotografiert.
Und natürlich auch behandelt.
Falls nötig, gibt es noch weitere Untersuchungen.
Im Kranken·haus darf Sie eine vertraute Person begleiten.
Manchmal gibt es eine Verletzung,
die Sie erst später bemerken.
Der Arzt oder die Ärztin spricht mit Ihnen:
Manche Menschen können sich nach
sexualisierter Gewalt an nichts mehr erinnern.
Dann hat Ihnen vielleicht jemand heimlich
K.-o.-Tropfen in ein Getränk gegeben.
Die K.-o.-Tropfen wirken wie eine Betäubung.
Das Labor kann die K.-o.-Tropfen im Blut sehen.
Aber nur, wenn Sie schnell ins Kranken·haus gehen.
Denn K.-o.-Tropfen bleiben nur wenige Stunden im Blut.
Danach gibt es dafür keinen Nachweis mehr.
Spuren sind zum Beispiel:
Bringen Sie ins Kranken·haus die Kleidung mit,
die Sie bei der Tat an·hatten.
Oder andere Dinge wie zum Beispiel Bett·wäsche.
Verpacken Sie feuchte Dinge in einer Papier·tüte.
Bei der Untersuchung tupft der Arzt oder die Ärztin
mit einem Watte·tupfer auf die Spur.
Das kann zum Beispiel Sperma aus der Scheide sein.
Das nennt man Spuren sichern.
Das Spuren·sichern ist kostenfrei.
Viele Spuren halten sich nur etwa 3 Tage lang.
Manche Spuren verschwinden auch schneller.
Deshalb ist es wichtig,
dass Sie sofort ins Kranken·haus gehen.
Die gesicherten Spuren kommen
für 10 Jahre an einen sicheren Ort.
So können Sie auch noch später zur Polizei gehen.
Erst wenn Sie es erlauben,
bekommt die Polizei die gesicherten Spuren.
Gehen Sie auf jeden Fall in ein Kranken·haus:
Im Kranken·haus bekommen Sie eine Untersuchung.
Und eine medizinische Behandlung.
Im Kranken·haus erfahren Sie, wo es eine Beratung gibt.
Die Beratung nach sexualisierter Gewalt
macht die Opfer·hilfe Land Brandenburg.
Hier können Sie erzählen, was Ihnen passiert ist.
Die Berater und Beraterinnen hören Ihnen zu.
Sie helfen Ihnen weiter.
Die Beratung ist geheim und kostenlos.
Sie sagen Ihren Namen nur, wenn Sie es wollen.
Die Beratung ist in allen Sprachen möglich.
Dann kommt ein Über·setzer oder eine Über·setzerin.
Gebärden·sprache ist auch möglich.
| Beratungsstellen der Opfer·hilfe | Telefon·nummer |
|---|---|
| Cottbus | 03 55 - 72 96 05 2 |
| Frankfurt (Oder) | 03 35 - 66 59 26 7 |
| Neuruppin | 033 91 - 51 23 00 |
| Potsdam | 03 31 - 28 02 725 |
| Senftenberg | 035 73 - 14 03 34 |
Beratung und Hilfe gibt es auch hier:
| Beratung und Hilfe | Telefon·nummer | |
|---|---|---|
|
Hilfe·telefon Gewalt gegen Frauen Dort können alle Frauen anrufen, die Gewalt erlebt haben. |
116 016 |
|
Hilfe·telefon Gewalt gegen Männer Dort können alle Männer anrufen, die Gewalt erlebt haben. |
08 00 - 12 39 90 0 |
|
Hilfe·telefon für Schwangere in Not Hier bekommen alle schwangeren Frauen Hilfe. |
08 00 - 40 40 02 0 |
|
Frauenzentrum Potsdam Hilfe für Frauen in Potsdam. |
03 31 - 97 46 95 |
|
Frauenberatung Potsdam Beratung und Unterstützung für Frauen vor Ort. |
03 31 - 90 13 13 |
| Kranken·häuser | Telefon·nummer | |
|---|---|---|
![]() |
Alexianer St. Josefs-Kranken·haus Zimmerstraße 6 14471 Potsdam |
03 31 - 96 82 11 12 |
![]() |
Asklepios Klinikum Uckermark Am Klinikum 1 16303 Schwedt (Oder) |
03 332 - 53 41 90 |
![]() |
Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem Thiemstraße 111 03048 Cottbus |
03 55 - 46 24 68 |
![]() |
Ernst von Bergmann Klinikum Potsdam Charlottenstraße 72 14467 Potsdam |
03 31 - 24 15 50 51 |
![]() |
GLG Werner Forßmann Klinikum Eberswalde Rudolf-Breitscheid-Straße 100 16225 Eberswalde |
033 34 - 69 0 |
![]() |
Helios Klinikum Bad Saarow Pieskower Straße 33 15526 Bad Saarow |
03 36 31 - 71 11 1 |
![]() |
Immanuel Klinik Rüdersdorf Seebad 82/83 15562 Rüdersdorf bei Berlin |
03 36 38 - 83 35 5 |
|
Klinikum Frankfurt (Oder) Müllroser Chaussee 7 15236 Frankfurt (Oder) |
03 35 - 54 82 71 0 03 35 - 54 81 30 1 (nachts) |
|
Elbmed Prignitz Dobberziner Straße 112 19348 Perleberg |
038 76 - 30 30 |
![]() |
Oberhavel Kliniken Adolf-Dechert-Straße 1 16515 Oranienburg |
033 01 - 66 30 17 |
![]() |
Universitäts·klinikum Brandenburg an der Havel Hochstraße 29 14770 Brandenburg an der Havel |
033 81 - 41 29 00 |
![]() |
Universitäts·klinikum Ruppin-Brandenburg Fehrbelliner Straße 38 16816 Neuruppin |
033 91 - 39 45 15 |
![]() |
Sana Kliniken Niederlausitz, Lauchhammer Friedensstraße 18 01979 Lauchhammer |
035 73 - 75 37 70 |
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Ingeborg Naundorf hat den Text
in Leichter Sprache geschrieben.
Ihre Internet·seite ist www.gute-leichte-sprache.de
Das Prüf·büro controlletti in Teltow
hat diesen Text geprüft.
Beide sind vom Netz·werk Leichte Sprache e.V.
Deshalb hat der Text das Prüf·siegel bekommen.
Die Bilder wurden zur Verfügung gestellt von der
Landes·arbeits·gemeinschaft Selbst·hilfe
von Menschen mit Behinderungen und
chronischen Erkrankungen Rheinland-Pfalz e.V.
mit freundlicher Unterstützung der
AOK Rheinland-Pfalz/Saarland
JSCHKA Kommunikations·design
www.jschka.de
Ausnahmen:
Die 3 Bilder in diesem Impressum
© Lebenshilfe für Menschen mit
geistiger Behinderung Bremen e.V.
Illustrator Stefan Albers
2. Bild Seite 7: © Reinhild Kassing
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